Brustvergrößerung mit Implantaten – Arten und Ablauf der OP

Brustvergrößerung mit Implantaten – Arten und Ablauf der OP

Die Brustvergrößerung, auch bekannt als Mammoplastik oder Augmentation, ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem Brustimplantate verwendet werden, um die Größe und Form der Brüste zu verändern.

Dieser Eingriff kann aus verschiedenen Gründen durchgeführt werden, einschließlich einer Vergrößerung der Brustgröße, einer Verbesserung der Brustform oder einer Wiederherstellung des Brustvolumens nach Schwangerschaft oder Gewichtsverlust.

Hier betrachten wir verschiedene Aspekte dieser Operation im Detail:

Arten von Brustimplantaten

Es gibt hauptsächlich zwei Arten für die Brustvergrößerung mit Implantaten: Silikon und Kochsalzlösung.

Silikonimplantate

Silikonimplantate haben sich in den letzten Jahrzehnten erheblich weiterentwickelt und sind in verschiedenen Formen und Größen erhältlich, um den unterschiedlichen Körperproportionen und ästhetischen Zielen gerecht zu werden. Hier sind einige zusätzliche Details:

  1. Konsistenz und Haptik: Silikonimplantate sind bekannt für ihre weiche und natürliche Haptik, die oft mit der natürlichen Brustgewebekonsistenz vergleichbar ist. Sie tendieren dazu, weniger Falten und Wellen zu haben im Vergleich zu Kochsalzlösungsimplantaten.
  2. Formen und Profile:
    • Runde Implantate: Diese sind gleichmäßig gefüllt und können ein volleres Aussehen im oberen Teil der Brust erzeugen.
    • Anatomische oder „tropfenförmige“ Implantate: Sie ahmen die natürliche Brustform nach, da sie unten voller sind, was ein natürlicheres Aussehen bieten kann.
  3. Haltbarkeit und Langlebigkeit: Silikonimplantate sind in der Regel langlebig und können viele Jahre halten, allerdings besteht das Risiko von Rissen oder Leckagen, die oft schwieriger zu erkennen sind als bei Kochsalzlösungsimplantaten.
  4. Sicherheitsüberlegungen: Silikonimplantate haben umfassende Sicherheitstests durchlaufen. Bei einer Ruptur bleibt das Silikongel meistens innerhalb der Fibrokapsel, die sich um das Implantat herum bildet, und breitet sich nicht weit aus.

Kochsalzlösungsimplantate

Kochsalzlösungsimplantate bieten eine alternative Option für diejenigen, die eine Brustvergrößerung wünschen. Hier sind einige Details zu diesen Implantaten:

  1. Konsistenz und Haptik: Kochsalzlösungsimplantate tendieren dazu, eine festere Konsistenz zu haben. Sie können in einigen Fällen auch ein „Gluckergeräusch“ verursachen, das durch die Flüssigkeit im Inneren verursacht wird.
  2. Formen und Profile: Ähnlich wie bei Silikonimplantaten sind auch Kochsalzlösungsimplantate in verschiedenen Formen und Größen erhältlich, obwohl die Optionen möglicherweise etwas begrenzter sind.
  3. Detektion von Rupturen: Eine der Stärken von Kochsalzlösungsimplantaten ist, dass Rupturen leichter zu erkennen sind. Wenn ein Kochsalzlösungsimplantat reißt, wird die Flüssigkeit schnell vom Körper absorbiert, was zu einer sichtbaren Veränderung der Brustgröße und -form führt.
  4. Anpassungsfähigkeit: Ein Vorteil von Kochsalzlösungsimplantaten ist, dass sie während der Operation gefüllt werden, was dem Chirurgen ermöglicht, die Größe des Implantats anzupassen und möglicherweise kleinere Schnitte zu verwenden.
  5. Sicherheitsüberlegungen: Im Falle einer Ruptur oder Leckage ist die Kochsalzlösung nicht schädlich für den Körper und wird natürlich ausgeschieden.

Bei der Auswahl des richtigen Implantattyps sollten mehrere Faktoren berücksichtigt werden, einschließlich der individuellen Anatomie, der ästhetischen Ziele und der Empfehlungen des Plastischen Chirurgen.

Operationsablauf

Beratung

  1. Individuelle Bewertung: Hier werden Aspekte wie der aktuelle Gesundheitszustand, medizinische Vorgeschichte und spezifische ästhetische Ziele berücksichtigt.
  2. Physikalische Untersuchung: Eine Untersuchung der Brustanatomie wird durchgeführt, um die besten Optionen für den individuellen Fall zu ermitteln.
  3. Bildgebung und Messungen: In einigen Fällen können Fotos und Messungen der Brüste genutzt werden, um die am besten geeigneten Implantate auszuwählen.
  4. Information über den Eingriff: Der Chirurg wird ausführliche Informationen über den Ablauf der Operation, die damit verbundenen Risiken und die zu erwartende Erholungszeit geben.

Anästhesie

  1. Art der Anästhesie: Während in den meisten Fällen eine Vollnarkose angewendet wird, kann in einigen Fällen auch eine lokale Anästhesie mit Sedierung in Betracht gezogen werden.
  2. Vorbereitung: Vor der Anästhesie werden einige Tests durchgeführt, um sicherzustellen, dass der Patient für die Narkose geeignet ist.

Schnittführung

  1. Periareolare Schnittführung: Hier wird der Schnitt um die Brustwarze herum gemacht, was minimale sichtbare Narben hinterlässt.
  2. Inframammärer Schnitt: Dies ist ein Schnitt in der Unterbrustfalte, der einen direkten Zugang zum Platz unter dem Brustmuskel ermöglicht und es dem Chirurgen ermöglicht, das Implantat mit Präzision zu platzieren.
  3. Transaxillärer Schnitt: Bei dieser Methode wird der Schnitt in der Achselhöhle gemacht, was vermeidet, dass Narben direkt an der Brust sichtbar sind.

Einsetzen des Implantats

  1. Submuskuläre Platzierung (unter dem Musculus pectoralis): Diese Methode kann ein natürlicheres Aussehen bieten und das Risiko einer Kapselkontraktur reduzieren. Es kann jedoch eine längere Erholungszeit erfordern.
  2. Subglanduläre Platzierung (über dem Musculus pectoralis): Diese Methode kann eine kürzere Erholungszeit und weniger postoperative Schmerzen bieten, hat aber ein höheres Risiko für Komplikationen wie Kapselkontraktur und sichtbare Wellenbildung.

Verschluss

  1. Naht: Nach der Platzierung des Implantats wird der Schnitt mit speziellen chirurgischen Nähten geschlossen, um eine glatte, feine Narbe zu hinterlassen.
  2. Verband und Stütz-BH: Nach dem Verschluss wird ein steriler Verband angelegt, und in den meisten Fällen wird ein spezieller Stütz-BH getragen, um die Brüste während der ersten Phase der Erholung zu stützen und zu schützen.

Jeder dieser Schritte ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die Operation reibungslos verläuft und die gewünschten ästhetischen Ergebnisse erzielt werden.

Genesungsphase

Nach der Operation ist eine Genesungsphase erforderlich, die normalerweise einige Wochen dauert. Während dieser Zeit können Schwellungen, Blutergüsse und ein gewisses Maß an Schmerzen auftreten. Es wird empfohlen, bestimmte Aktivitäten zu vermeiden und eventuell einen speziellen BH zu tragen, um die Heilung zu unterstützen.

Risiken und Komplikationen

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gibt es auch bei der Brustvergrößerung Risiken und mögliche Komplikationen, dazu gehören:

Infektionen

  1. Ursachen: Infektionen können durch Bakterien, die während der Operation oder in der frühen postoperativen Phase in die chirurgische Wunde gelangen, verursacht werden.
  2. Symptome: Zu den Symptomen einer Infektion können Fieber, Rötung, Schwellung und erhöhte Schmerzen in der Brustregion gehören.
  3. Behandlung: Infektionen werden in der Regel mit Antibiotika behandelt. In schwereren Fällen kann jedoch eine zusätzliche Operation zur Entfernung des Implantats erforderlich sein, um die Infektion zu beseitigen.

Kapselkontraktur

  1. Ursachen: Die genaue Ursache der Kapselkontraktur ist nicht bekannt, aber es wird angenommen, dass es sich um eine übermäßige Reaktion des Immunsystems auf das fremde Material handeln könnte.
  2. Grade der Kapselkontraktur: Die Kapselkontraktur wird in vier Grade eingeteilt, wobei Grad I eine normale Weichheit zeigt und Grad IV eine erhebliche Verhärtung und Deformation der Brust darstellt.
  3. Behandlung: Die Behandlung kann von Medikamenten bis hin zur chirurgischen Entfernung der Kapsel und des Implantats reichen. Eine anschließende Wiederimplantation kann in Erwägung gezogen werden.

Implantatlecks oder Rupturen

  1. Ursachen: Im Laufe der Zeit können Implantate aufgrund von natürlicher Abnutzung oder physischen Traumata reißen oder lecken.
  2. Symptome: Die Symptome können variieren, je nachdem, ob es sich um ein Silikon- oder ein Kochsalzlösungsimplantat handelt. Bei einem Kochsalzlösungsimplantat wird eine plötzliche Änderung der Brustgröße bemerkt, während bei einem Silikonimplantat die Veränderung möglicherweise nicht sofort bemerkbar ist.
  3. Diagnose: Bei Verdacht auf ein Leck oder eine Ruptur können bildgebende Untersuchungen wie Ultraschall oder MRT helfen, die Diagnose zu bestätigen.
  4. Behandlung: Die Behandlung besteht in der Regel aus der chirurgischen Entfernung oder dem Austausch des defekten Implantats.

Es ist wichtig zu betonen, dass Patienten eng mit ihren Chirurgen zusammenarbeiten sollten, um individuelle Risikofaktoren zu identifizieren und geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um das Risiko dieser Komplikationen zu minimieren. Nach der Operation sollten regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen erfolgen, um den Zustand der Implantate und das allgemeine Wohlbefinden zu überwachen.

Ergebnisse

Die Ergebnisse einer Brustvergrößerung können viele Jahre anhalten, aber es ist wichtig zu beachten, dass Implantate nicht als lebenslange Geräte betrachtet werden und dass möglicherweise in Zukunft weitere Operationen erforderlich sind.

Schlussfolgerung

Die Brustvergrößerung mit Implantaten ist ein beliebter chirurgischer Eingriff, der vielen Frauen dabei helfen kann, ein verbessertes Selbstbewusstsein und ein zufriedeneres Körperbild zu erlangen. Bei der Entscheidung für eine solche Operation ist es jedoch wichtig, die möglichen Risiken und Komplikationen zu verstehen und einen erfahrenen Chirurgen zu wählen.

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