Liquid ohne Nikotin für die E-Zigarette – Ist das eine gesunde Tabakzigaretten-Alternative für Umsteiger & alle die es werden wollen?

Liquid ohne Nikotin für die E-Zigarette - Ist das eine gesunde Tabakzigaretten-Alternative für Umsteiger & alle die es werden wollen?

Immer mehr Menschen in Deutschland interessieren sich für Alternativen zur Tabakzigarette. E-Zigaretten werden häufig genutzt. Dabei kommt auch Liquid ohne Nikotin stärker in den Blick. Was ist da dran? Wie stuft die Wissenschaft diese Produkte ein?

Der Konsum von Tabak ist seit Jahrzehnten ein Thema gesundheitspolitischer Kontroversen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet, dass weltweit jährlich über 8 Millionen Menschen an den Folgen von Tabakkonsum sterben. Auch in Deutschland ist Tabakzigarettenkonsum ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Atemwegserkrankungen.

Gleichzeitig hat sich in den letzten Jahren ein neuer Markt gebildet: E-Zigaretten, die statt Tabak ein Liquid verdampfen, das dann als Aerosol inhaliert wird. Für viele erwachsene Tabakzigarettenkonsumenten, die von Tabakprodukten umsteigen wollen, gelten solche Geräte als Alternative zum Tabakzigarettenkonsum. Besonders häufig wird über Liquid ohne Nikotin diskutiert. Ist es damit nur technisches Zubehör zu einer E-Zigarette? Oder können sie eine echte, gesündere Alternative für Umsteiger und Nutzer von E-Zigaretten liefern?

Alles zu Liquids und der Funktionsweise

Man konsumiert bei einer E-Zigarette keinen Tabak, sondern erhitzt eine Flüssigkeit – das Liquid. Im Netz stößt man schnell auf Infos zu den unterschiedlichen Varianten. Wer für eine E-Zigarette Liquid kaufen möchte, findet eine Auswahl an Produkten bei Herstellern und Vertrieben wie InnoCigs – sowie in weiteren entsprechenden Online-Shops oder im Fachhandel.

Die Funktionsweise einer E-Zigarette lässt sich an und für sich recht einfach erklären: Mit einer kleinen Heizspirale wird das Liquid erhitzt. Es entsteht ein Aerosol. Das wird dann im Anschluss inhaliert. Dabei findet keine Verbrennung wie in der Tabakzigarette statt.

Natürlich gibt es unterschiedliche Optionen, was die Zusammensetzung von Liquids betrifft. Ein Teil der Nutzer verwendet Liquids mit Nikotin, andere greifen bewusst zu Varianten ohne diesen Bestandteil. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein.

Einige möchten weiterhin eine E-Zigarette nutzen, entscheiden sich jedoch dafür, auf Nikotin zu verzichten. Andere verwenden von Anfang an ausschließlich Liquids ohne Nikotin. In diesen Fällen steht eher die Nutzung des Geräts selbst im Vordergrund, während der Inhaltsstoff Nikotin keine Rolle spielt.

Technisch ändert sich dabei nichts. Auch die übrigen Bestandteile des Liquids bleiben gleich. Der einzige Unterschied liegt darin, dass beim Liquid ohne Nikotin dieser Stoff vollständig fehlt. Liquids setzen sich meist aus wenigen Bestandteilen zusammen: Propylenglykol, pflanzliches Glycerin, Aromastoffe und eventuell auch Nikotin. 

Propylenglykol sorgt dafür, die Aromastoffe zu transportieren. Pflanzliches Glycerin sorgt für sichtbaren Dampf. Manche Liquids enthalten Nikotin, andere kommen ganz ohne aus. 

So steht es um die gesetzlichen Vorgaben hier in Deutschland

E-Zigaretten und Liquids unterliegen in Europa einer Vielzahl von Vorschriften. Die wichtigsten stammen aus der EU-Tabakproduktrichtlinie. Dort sind für Hersteller, Produkte und Verpackungen sehr verschiedene Vorschriften niedergeschrieben.

Hierzu gehören zum Beispiel:

  • maximale Nikotinkonzentration von 20 mg/ml
  • maximal 2 ml Tankvolumen für viele Geräte
  • Kennzeichnungspflichten
  • Meldungen der Inhaltsstoffe an Behörden.

Auch für nikotinfreie Liquids gelten Vorschriften. Immer dann, wenn sie zusammen mit E-Zigaretten verkauft werden. In Deutschland herrscht zudem ein strenger Jugendschutz. Ausschließlich Erwachsene dürfen Geräte erwerben und für eine E-Zigarette Liquid kaufen.

So groß ist der Markt für E-Zigaretten inzwischen

In den letzten Jahren ist der Markt für E-Zigaretten gewachsen. Millionen Menschen weltweit verwenden solche Geräte. Laut dem Bericht „Global State of Tobacco Harm Reduction 2022“ verwenden mehr als 80 Millionen Erwachsene weltweit E-Zigaretten oder ähnliche Verdampfergeräte. Auch in Europa hat sich ein Markt entwickelt.

Man unterscheidet die Geräte in verschiedene Arten:

• Geräte mit nachfüllbaren Tanks
• sog. Pod-Systeme
• kompakte Geräte mit festem Akku

Technisch unterscheiden sich die Geräte, etwa beim Akku oder beim Tank. Ein Akku kann 500 mAh haben oder mehr. Es kommt auf das Gerät an. Die Tanks der vielen Geräte sind in der EU auf 2 ml beschränkt. Das schreibt die Regulierung vor. Auch die Liquids gibt es mit verschiedenen Nikotinstärken. Oder ohne Nikotin. 

Das sagen die Gesundheitsbehörden zu E-Zigaretten und Liquids in sämtlichen Variationen

Die Gesundheitsbehörden haben den Markt für E-Zigaretten seit langem im Blick. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich diese Produkte sehr schnell verbreiten. 

Analysen haben gezeigt, dass die Emissionen von E-Zigaretten im Durchschnitt erheblich weniger Schadstoffe enthalten als der Tabakzigarettenkonsum. Grund dafür ist, dass keine Tabakverbrennung stattfindet. Ob und wie sich das langfristig auf die Gesundheit auswirkt, ist weiterhin Gegenstand der Forschung.

Laut der DEBRA-Studie (Deutsche Befragung zum Tabakzigarettenkonsum) haben im Jahr 2023 etwa 2,2 % der Erwachsenen hierzulande regelmäßig E-Zigaretten genutzt. Etwa 30 % der Bevölkerung griffen weiterhin auf Tabakprodukte zurück.

Zu E-Zigaretten äußert sich auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie gelten nicht als risikofrei. Das stellt die WHO in ihrem „Global Tobacco Epidemic Report 2023“ fest. Beim Erhitzen des Liquids entsteht ein Aerosol, das als Trägersubstanzen neben weiteren chemischen Verbindungen auch solche enthält, die bei Verdampfung aus Propylenglycol oder pflanzlichem Glycerin entstehen können.

Das Thema wird auch von europäischen Behörden intensiv verfolgt: Der wissenschaftliche Ausschuss „SCHEER“ der EU-Kommission stellt fest, dass die Nutzung von E-Zigaretten messbare Auswirkungen auf die Atemwege haben kann.

Liquids ohne Nikotin sind fester Bestandteil des E-Zigarettenmarkts

Viele Deutsche, die für eine E-Zigarette Liquid kaufen möchten, informieren sich vorher umfassend über Produkte. Anhand von technischen Angaben zu Inhaltsstoffen und Varianten ohne Nikotin wird weniger den einzelnen Marken als den Eigenschaften der Produkte selbst Aufmerksamkeit zuteil.

Für erwachsene Nutzer spielen viele Dinge eine Rolle, darunter Gerätetyp und Zusammensetzung des Liquids, aber auch gesetzliche Bestimmungen. Fragen nach Tankgröße, Verdampferleistung – in der Praxis wird das wichtig.

Nikotinfreie Liquids sind ein Bestandteil des E-Zigarettenmarktes geworden. Ein selbstverständlicher Bestandteil, der auch weiterhin wissenschaftlich und von Gesundheitsbehörden bewertet werden wird.